Das Ritual der sinnlichen Berührung und universellen Liebe von Frau zu Frau

Liebe ist Leben. Lass sie in Dir lebendig werden.
Übe Mitgefühl – mit Dir und anderen. Geh zur Angst, durchdringe sie.
Bleibe Dir selbst treu, sei im Herzen mit Dir verbunden, geh offen und ehrlich in den Kontakt mit Menschen und bleibe mitfühlend mit ihnen verbunden. Fülle – egal in welcher Form – wirst Du in all Deinen Lebensbereichen erfahren.

Dieses Ritual empfehle ich Menschen, die sich sehr tief auf sich und ihre(n) Partner(in) / Mitmenschen einlassen wollen. Dieses Ritual kannst Du als Einzelsitzung mit mir oder auch gemeinsam mit Deiner Partner(in) – als Paar erfahren.

Nährende und heilende Berührungen von Frau zu Frau.
Vielen Frauen fällt es nicht leicht, sich berühren zu lassen, um zur ihrer eigenen Sinnlichkeit und Frausein Kontakt aufnehmen zu können. Falls es Dir so geht, Dich Blockaden hemmen, kann es hilfreich sein, erst einmal das Ritual der Selbstakzeptanz und eigenen Wertschätzung und das Ritual der sinnlichen Berührung und Selbstliebe zu erfahren und zu verinnerlichen. Diese beiden Rituale sind eine gute Vorbereitung – ein erster Einstieg – in die Sinnlichkeit mit Dir und darüber hinaus mit einem(r) Partner(in).

Falls Du mit sinnlichen Berührungen schon Erfahrungen machen konntest, aber noch unsicher bist, was Dir in der sinnlichen Begegnung mit dem anderen Geschlecht überhaupt gut tut, dann ist der „Raum der sinnlichen Berührung mit Frauen“ ein geeigneter Raum – dies heraus zu finden. Das Ritual der sinnlichen Berührung von Frau zu Frau ist eine behutsame und sehr achtsame Fortführung der Selbstakzeptanz, eigene Wertschätzung und Selbstliebe.

Dieses Ritual gliedert sich in drei Teile:
Nehmen, Geben und sinnliches miteinander Teilen.

Die Absichtslosigkeit, Aufmerksamkeit und Achtsamkeit sind Eingangstüren zur Liebe, Mitgefühl und Heilung. In diesem Ritual lernst Du, Deine Wahrnehmung Deines Empfindens im eigenen Körpers und den Ausdruck des Empfindens des Körpers Deines Gegenübers zu heben. Hier wirst Du „aufgefordert“, über Deinen Körper in eine offene Kommunikation zu gehen. Du darfst Dich sinnlich in all Deinen Facetten zeigen, Deine Berührungswünsche äußern und Dein tiefstes Inneres nach Außen tragen. Zeige Dich, so wie Du bist, teile Dich mit und teile Dein wahres Wesen mit anderen. In diesem Ritual gehen wir gemeinsam den Weg der Harmonie und Freude – im Nehmen, Geben und Teilen.

Dem einen fällt das Geben leichter und dem anderen das Nehmen. Universell gesehen schafft das Leben immer einen Ausgleich in irgendeiner Form, ob der eine nur gibt oder der andere nur nimmt. Das Leben an sich ist gegenüber dem Nehmen und Geben neutral. Doch es nutzt nichts, wenn Du nur gibst und Dich dabei selbst vergisst, Du nicht in der Lage bist, Deinen inneren Ausgleich selbst zu (er)schaffen, Sorge dafür zu tragen, dass es Dir gut geht. In diesem Ritual kannst Du lernen, was Du brauchst, um ihm Gleichklang mit Deinem eigenen Körper und Seele zu sein. Unsere Körper geben uns unendlich viele Signale – und genau auf diese werden wir uns in diesem Ritual konzentrieren und auf sie hören, was sie uns mitteilen wollen. Gemeinsam finden wir heraus, was Du brauchst, um mit Dir in den Kontakt zu gehen und allumfassend in Harmonie mit Dir zu sein. Für viele Frauen bedeutet dies vielleicht erst einmal, Nichts zu tun, einfach geschehen lassen – statt zu Geben ? nur zu Empfangen – eine nicht ganz leichte Aufgabe. Für andere Frauen kann es andererseits die Aktivität im „sich ausdrücken“ sein – „Teile Dich mit, was Du Dir wirklich wünschst. Woher sonst soll Dein Partner wissen, was Dir gut tut? Wenn nicht von Dir, von wem sonst?“ Oh – ich höre schon einige Glaubensätze. Ich kenne diese aus meiner eigene Erfahrung. Aber das macht nichts. Lass sie da sein. Wir forschen ja gemeinsam und werden sie entlarven.

Im ersten Teil dieses Rituals werde ich (in der Einzelsitzung / in der Paarübung wird es Dein(e) Partner(in) sein) Dich in Deiner Gesamtheit (Körper und Seele) berühren. Deine Aufgabe hierbei ist es, Dich selbst zu spüren, in Kontakt mit Dir (mir) zu gehen und mir (Dir) genau zu sagen, wie sich jede einzelne Berührung für Dich anfühlt. Das ist sehr wichtig, dass Du mir (und Dir) ein Feedback abgibst. Nur so kannst Du herausfinden, was Dir gut und was Dir weniger gut tut und selbst sofort eine Änderung herbeiführen. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass es vielen Frauen schwer fällt zu sagen, was sie sich gern wüschen. Aus der Angst heraus, eine Last zu sein und dafür abgelehnt zu werden, verzichten sie lieber auf ihre Wünsche. Oft reicht schon eine kleine Information aus, um sich das Leben zu erleichtern. Wir müssen nur den Mut aufbringen, uns mitzuteilen. Meist sind unsere Ängste total unbegründet und wir stellen fest, dass wir an etwas festhalten, was nur in unserm Kopf existiert und nicht der Realität entspricht. Mag sein, dass sich die eine oder andere „ungeliebte“ Erfahrung wiederholt, doch dem gilt es, sich zu stellen, um aus dieser Erfahrung gestärkt heraus treten zu können. Die Angst ist Dein bester Freund. Es ist paradox, doch ist der Weg zur Angst ein Weg zur Freiheit, Liebe und Mitgefühl.

In Verbindung und Kontakt mit anderen zu gehen, ist ein Schlüssel zum eigenen Wohlbefinden. Teile Dich einfach mit, was JETZT in Dir ist und Heilung geschieht in jenem Augenblick. Doch bevor Du dies tust, bleib einen Moment in der Stille und sieh genau nach, was da tatsächlich in Dir ist und welche Definitionen Du benutzt, um diese zu beschreiben. Hier kannst den Zusammenhang zwischen Deinen Gedanken und Deinem Gefühl beobachten. Du brauchst nichts weiter damit machen. Lass alles so stehen, wie es ist und dann kannst Dich mitteilen. Vielleicht führt dieser kleine Augenblick der Stille dazu, dass sich Dein Gefühl von einem Moment zum anderen total dreht.

Während Du von mir berührt wirst, ist es im Ritual Deine Aufgabe, Dich sehr genau zu beobachten. Welche Gedanken begleiten Dich dabei und welches Gefühl spürst Du dazu? Wie fühlt sich die Berührung an? Es ist sehr wichtig, dass Du dies tust, um Dich selbst – Dein Verhalten und Deine Emotionen – besser verstehen zu können, um einen liebevollen Umgang erst einmal mit Dir und darüber hinaus mit anderen zu haben. Das, was Du in diesem Setting in Dir vorfindest, findest Du auch in all Deinen anderen Lebensbereichen. In der Sexualität zeigt sich alles nur viel schneller und deutlicher. Diese Deutlichkeit und Klarheit kann für den einen oder anderen eine große Herausforderung sein.

Im zweiten Teil des Rituals werden die „Rollen getauscht“. Du bist dann die Gebende, bringst Dich über Deine Hände und Deinen Körper zum Ausdruck und erhältst nun von Deiner Partnerin Feedbacks. Auch hier bist Du aufgeordert, Dich genau zu beobachten. Was wird in Dir berührt? Wie fühlst Du Dich in Deiner jetzigen Rolle? Welche Gedanken sind in Dir, was bewirken diese in Deinem Körper und wie handelst Du daraus?

Im dritten Teil des Rituals werden wir uns gegenseitig sehr behutsam und achtsam berühren. Alles, was sich hier in diesem Teil des Rituals zeigen mag, ist Willkommen – ob sinnlich, sanft, verspielt, energievoll, lustvoll, traurig, wütend – alles darf sein. Der Fluss des Lebens darf frei fließen – ohne etwas zurück zu halten. Aber – hier gilt es, die gleiche Achtsamkeit und Aufmerksamkeit zu wahren, wie in den voran gegangen Teilen des Rituals, denn die Übergänge von Nehmen und Geben sind nahtlos und fließend und die Verletzlichkeit umso höher. Deshalb werden wir uns sehr langsam und achtsam bewegen, um jedes einzelne Detail in unserem Inneren und unseres Gegenübers wahrnehmen zu können. Die eigene Beobachtung der Gedanken, unserer Gefühle und das daraus entstehende Handeln sind dabei unsere Wegbegleiter. Wir üben in diesem Teil, uns offen zum Ausdruck zu bringen.

In der Interaktion im Nehmen und Geben steht die Langsamkeit an erster Stelle. Ist der Lebensfluss in Dir und Deinem Partner hergestellt, wird sich von ganz allein Sinnlichkeit, Liebe, Geborgenheit, Wärme, Mitgefühl und die Verbundenheit mit Dir selbst und Deinem Gegenüber offenbaren. Du wirst es sofort erkennen, wann dieser Moment da ist. Heilung erfolgt im gleichen Augenblick. Du bist frei. Das war noch nie anders.

Ich freue mich, Dich kennen zu lernen.